Freitag, 15. Juni 2012

Virtueller Stacheldraht verrammelt das Internet

Freies Internet, freier Zugang zum weltweit verfügbarenWissen, so stellten wir uns das Informationszeitalter vor. Und so begann es auch - mit Suchmaschinen, die uns das Wissen finden lassen, mit Wissensdatenbanken wie Wikipedia, mit sozialen Netzwerken, mit Blogs usw.
Das alles kostet natürlich auch viel Geld: die Bereitstellung von Infrastruktur, Software- und Harswareentwicklung, laufender Betrieb, Inhalteaufbereitung. Wir alle wissen, dass freier Zugang nicht gleich kostenlos bedeutet und zahlen Geräteangaben, Providergebühren, Hostgebühren, Domaingebühren, Softwarelizenzgebühren sowie sonstige Nutzungsgebühren. Damit lässt sich jedoch nicht alles finanzieren, so dass sich z. B. frei zugängliche Social-Media-Angebote, wie die große Suchmaschine Google, die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter über Werbeeinnahmen finanzieren, Wikipedia und das weltweite web.archive.org über Spenden finanzieren.

So, und jetzt kommen die Presseverlage an und wollen dafür, dass die Suchmaschinen ihre Veröffentlichungen finden, oder Blogger über sie berichten, Gebühren eintreiben. Die gesetzliche Grundlage soll ein neues Leistungsschutzrecht schaffen. Udo Vetter hat diesen Unsinn in seinem Blog seziert. Was die Presseverlage da planen, ist eine virtuelle Stacheldrahtbarriere mit der Regierung als williger Bauarbeiter.

Die Piratenpartei sollte sich mal intensiv als Netzpartei profilieren, anstatt sich in Kindergartenspielen zu gefallen.

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