Sonntag, 29. Mai 2011

Unlogische Hypothesen ueber EHEC-Infektionsquellen

Die Presse überschlägt sich mit immer neuen Meldungen über EHEC/HUS-Infektionsausbrüche.
Da die meisten Erkrankungen bisher in Norddeutschland (Hamburg, Schleswig-Holstein) bisher aufgetreten sind, vermutet man dort auch eine Infektionsquelle.
Nach Informationen des Robert Koch Instituts (RKI) wurden Erreger dieser Darminfektion auf Gurken nachgewiesen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) befasst sich etwas näher mit Verbraucherinformationen und warnt vor rohem Verzehr von Salatgurken Tomaten und Blattsalaten. Als Keimträger wurden drei Salatgurken aus Spanien identifiziert, deren Erzeugerbetriebe schon mal  angeblich vorsorglich geschlossen wurden.

Betrachtet man die Infektionswege der Erreger, ergeben sich einige Ungereimtheiten. Man spricht von kontaminierten Gurken bzw. Gemüse. Kontaminiert heißt Ablagerung auf der Oberfläche. Demnach kann jeder, der das kontaminierte Gemüse angefasst hat, die Keime munter mit seinen nun auch kontaminierten Händen weiter übertragen, auf sich selbst, weiteres Obst und Gemüse und Menschen, die er anfasst.
Ich habe bis jetzt aber noch keine Meldung darüber gelesen, dass spanische Gurkenarbeiter oder Gurkenhändler an dieser Darminfektion erkrankt sind. Und sie arbeiten bestimmt nicht alle mit Schutzanzügen.

Irgendwie erinnert mich dieses Mysterium ein wenig an den amerikanischen Thriller "Executive Orders" von Tom Clancy.

Update am 19. Juni 2011
Gurken, Tomaten und Salat waren nicht die Verursacher, sondern angeblich Sprossen, vielleicht auch ein Klärwerk und ein infizierter Mensch.
Hier ist ein aktueller Artikel. Insgesamt ist alles noch immer sehr diffus.

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