Sonntag, 15. März 2009

Finanzkrise - ein Abloeseprozess?

Zunaechst einmal: Die Finanzkrise gibt es nicht erst seit 2008. Es rumort schon viel laenger.
Das erste Beben wurde 2002 mit dem Platzen der New-Economy-Blase sichtbar.
Danach folgte keine Reparatur des Finanzsystems, man wurde nur erfinderischer.

Laut Handelsblatt wurde bereits 2003 ueber eine "Bad Bank" nachgedacht.

Der Finanzmarkt, inzwischen voellig losgeloest vom Wirtschaftsmarkt und verselbstaendigt, erfand sein eigenes, durch keine realen Wirtschaftswerte gedecktes Produkt- und Geldverdiensystem.
Es kursieren Geruechte, dass seit langem nur 5% der im Umlauf befindlichen Geldmenge durch reale Warenwerte abgedeckt sind.
Schneeballsysteme sind inzwischen erkenn- und verstehbar. Doch viele anderere Manipulationen mit ihren eigenen Begriffen sind weder erklaerbar, noch mit dem normalen Verstand zu begreifen.
Alles Auswirkungen der Informationsgesellschaft? - Ohne Computer und Internet waere der ganze Irrsinn in diesem Ausmass nicht haendelbar gewesen.

Im Januar 2008, sagte Soros (der durch pfiffige Finanzoperationen sehr reich geworden ist) in einem Interview:
"Die Finanzkrise wird zu einer radikalen Neuordnung der globalen Wirtschaft führen."
Und nach Malik (bekannt als Managementberater und Buchautor)
"ist die Krise nur ein oberflächliches Symptom für die größte Systemtransformation der Geschichte. Hin von einer Geld- zu einer Wissensgesellschaft."

Also alles nur Abloeseprozesse von der Industriegesellschaft zur industriellen Wissensgesellschaft?

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